IHSDiagnoseICD-10
A13.7.1Münzkopfschmerz  
Früher verwendete Begriffe Münzförmiger Kopfschmerz

Beschreibung:

Schmerzen in einem kleinen, umschriebenen Areal des Kopfes bei fehlender struktureller Läsion der umgebenden Strukturen.

Diagnostische Kriterien:

  1. Leichter bis mittelstarker Kopfschmerz, der die Kriterien B und C erfüllt
  2. Der Kopfschmerz wird ausschließlich in einem runden oder elipsenförmigen Bereich von typischerweise 2 bis 6 cm Durchmesser wahrgenommmen
  3. Chronischer Schmerz, der entweder kontinuierlich vorhanden oder durch spontane Remissionen von Wochen bis Monaten Dauer unterbrochen ist
  4. Nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen

Kommentar:

Frauen sind etwas häufiger betroffen.

Beim Münzkopfschmerz handelt es sich wahrscheinlich um eine umschriebene Neuralgie eines terminalen Trigeminusastes.

Das schmerzhafte Areal kann an jeder Stelle des Kopfes lokalisiert sein; es befindet sich aber am häufigsten in der Parietalregion. Die Schmerzlokalisation bleibt über die Zeit anscheinend ebenso konstant, wie Form und Größe des betroffenen Areals. Lanzinierende Schmerzexazerbationen, die mehrere Sekunden anhalten oder kontinuierlich über 10 Minuten bis 2 Stunden zunehmen, können den Grundschmerz überlagern. Sowohl während der symptomatischen Phase als auch im schmerzfreien Intervall kann das Areal eine variable Kombination aus Hypästhesie, Dysästhesie, Parästhesie und Schmerzempfindlichkeit aufweisen.

Bei 38 % der Patienten wurden spontane Remissionsperioden beobachtet, auf die nach Wochen bis Monaten wieder Dauerschmerzen folgten

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