Diagnostische Kriterien:

  1. Diffuser und/oder holozephaler Kopfschmerz, der die Kriterien C und D erfüllt
  2. Ein radiochirurgischer Eingriff am Hirn hat stattgefunden
  3. Der Kopfschmerz entwickelt sich innerhalb von 7 Tagen nach dem radiochirurgischen Eingriff
  4. Der Kopfschmerz verschwindet innerhalb von 3 Monaten nach dem radiochirurgischen Eingriff

Kommentar:

Obwohl das Auftreten neuer Kopfschmerzen im Anschluss an einem radiochirurgischen Eingriff beschrieben wurde, beinhalten die meisten Studien keine detaillierte Beschreibungen der klinischen Charakteristika dieser Kopfschmerzen. Darüber hinaus ist nicht klar, ob es sich bei diesen Fällen tatsächlich um einen neuen Kopfschmerz handelt oder doch lediglich um die Exazerbation einer bereits bestehenden Kopfschmerzerkrankung. In den Fällen ohne Kopfschmerzvorgeschichte war das beschriebene Kopfschmerzsyndrom kurzlebig, trat mehr als ein Jahr nach der Behandlung auf und ähnelte einer Migräne oder einem Donnerschlagkopfschmerz. Aus diesem Grund erscheint eine ursächliche Beziehung zwischen den Kopfschmerzen und der Behandlung zumindest zweifelhaft. Weitere sorgfältig durchgeführte prospektive Studien sind notwendig, um endgültig zu klären, ob ein spezifischer Kopfschmerz nach einem radiochirurgischen Eingriff auftreten kann und, falls dies der Fall sein sollte, wie dieser in Beziehung zu Typ und Lokalisation der bestrahlten Läsion bzw. der eingesetzten Strahlendosis und dem Strahlungsfeld steht.

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