IHSDiagnoseICD-10
10.5Kopfschmerz zurückzuführen auf Fasten [T73.0] G44.882  
An anderer Stelle kodiert Ein hypoglykämie-induzierte Migräne wird entsprechend dem Subtyp unter 1. Migräne kodiert mit Angabe der Hypoglykämie als Triggerfaktor.

Diagnostische Kriterien:

  1. Kopfschmerz, der wenigstens eines der nachfolgenden Charakteristika aufweist und die Kriterien C und D erfüllt:
    1. frontal lokalisiert
    2. diffuser Schmerz
    3. nicht-pulsierend
    4. leichte bis mittelstarke Intensität
  2. Der Patient hat über >16 Stunden gefastet
  3. Der Kopfschmerz entwickelt sich während des Fastens
  4. Der Kopfschmerz verschwindet innerhalb von 72 Stunden nach Nahrungsaufnahme

Kommentare:

Kopfschmerzen, die auf Fasten zurückzuführen sind, treten bei Individuen mit Kopfschmerzen in der Vorgeschichte signifikant häufiger auf. Bei Patienten mit einer Migräne in der Vorgeschichte können die Kopfschmerzen einer 1.1 Migräne ohne Aura ähneln.

Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Kopfschmerzen als Resultat des Fastens steigt mit der Dauer des Fastens.

Kopfschmerzen, die auf Fasten zurückzuführen sind, scheinen unabhängig von der Schlafdauer, einem Koffeinentzug oder einer Hypoglykämie zu sein. Auch wenn Kopfschmerzen unter den Bedingungen einer hypoglykämie-induzierten Hirndysfunktion auftreten können, gibt es keinen abschließenden Beweis, um eine kausale Beziehung zu belegen. Kopfschmerzen können beim Fasten auch ohne eine Hypoglykämie auftreten, insulininduzierte Hypoglykämien rufen bei einem Migränepatienten keine Kopfschmerzen hervor und schließlich sind Kopfschmerzen keine typische Klage von Patienten, die sich mit einer symptomatischen Hypoglykämie in einer Notaufnahme vorstellen. Kontrollierte Studien sind erforderlich, um eine ursächliche Beziehung - wenn vorhanden - zu beweisen.