| IHS | Diagnose | ICD-10 |
|---|---|---|
| 9.3 | Kopfschmerz zurückzuführen auf HIV/AIDS [B22] | G44.821 |
| An anderer Stelle kodiert | Ein Kopfschmerz zurückzuführen auf eine spezifische Superinfektion sollte entsprechend dieser Infektion kodiert werden. | |
Diagnostische Kriterien:
- Kopfschmerz mit variablem Beginn, Lokalisation und Intensität1, der die Kriterien C und D erfüllt
- Bestätigung einer HIV-Infektion und/oder Diagnose von AIDS sowie Nachweis einer HIV/AIDS-bezogenen Pathophysiologie, die Kopfschmerzen verursachen kann2 mittels zerebraler Bildgebung, Liquoruntersuchung, EEG und Laboruntersuchungen
- Der Kopfschmerz entwickelt sich in engem zeitlichen Zusammenhang zu einer HIV/AIDS-bezogenen Pathophysiologie
- Der Kopfschmerz verschwindet innerhalb von 3 Monaten nach Abklingen der Infektion
Anmerkungen:
- Kopfschmerzen als Teil einer HIV-Infektion sind meist dumpf und beidseitig lokalisiert. Ansonsten variieren Beginn, Lokalisation und Intensität entsprechend den vorhandenen HIV-bezogenen Erkrankungen (z.B. Meningitis, Enzephalitis oder systemische Infektion).
- Siehe Kommentar.
Kommentare:
Dumpfe, beidseitige Kopfschmerzen können Teil der Symptomatik einer HIV-Infektion sein. Der Kopfschmerz kann auch auf eine aseptische Meningitis während der HIV-Infektion (nicht nur ausschließlich während der AIDS-Stadien) zurückzuführen sein und auf eine sekundäre Meningitis oder Enzephalitis durch opportunistische Infektionen bzw. Tumoren. Letzteres findet man in der Regel in den AIDS-Stadien. Die häufigsten intrakranialen Infektionen bei HIV/AIDS sind eine Toxoplasmose und eine Kryptokokkenmeningitis.
Ein Kopfschmerz bei HIV/AIDS-Patienten, der jedoch auf eine opportunistische Infektion zurückzuführen ist, wird entsprechend dieser Infektion kodiert.





