IHS Diagnose ICD-10
6.1.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen ischämischen Infarkt (zerebraler Infarkt) [I63] G44.810  

Diagnostische Kriterien:

  1. Jeder neue akut aufgetretene Kopfschmerz, der das Kriterium C erfüllt
  2. Neurologische Symptome eines frischen ischämischen Infarktes und/oder dessen Nachweis in der zerebralen Bildgebung
  3. Der Kopfschmerz entwickelt sich gleichzeitig oder in engem zeitlichen Zusammenhang mit den neurologischen Zeichen oder anderen Hinweisen eines ischämischen Infarktes

Kommentare:

Da die Kopfschmerzen beim ischämischen Infarkt mit fokal-neurologischen Symptomen und/oder einer Beeinträchtigung des Bewusstseins einhergehen, ist die Abgrenzung von einem primären Kopfschmerz in der Regel einfach. Der Kopfschmerz ist in der Regel moderat und hat keine spezifischen Charakteristika.

Ein ischämischer Infarkt wird in 17 % bis 34 % der Fälle von Kopfschmerzen begleitet. Kopfschmerzen sind dabei häufiger bei Infarkten im Versorgungsgebiet der A. basilaris als im Versorgungsgebiet der A. carotis. Die Kopfschmerzen sind bei der ätiologischen Einordnung der Infarkte wenig hilfreich mit Ausnahme von Dissektionen, bei denen Kopfschmerzen extrem häufig sind und von lakunären Infarkten, bei denen Kopfschmerzen sehr selten sind.

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